Brunnthal ist seit 15 Jahren meine Heimat und ich will hier die Zukunft mitgestalten.
Als Ingenieur für Versorgungstechnik liegen mir alle Energiethemen am Herzen. Meine Kraft setze ich dafür ein, dass die guten Ansätze hier in der Gemeinde intelligent und zielstrebig weiterentwickelt werden.
Ziel muss es sein, den Bau der geplanten Windräder im Hofoldinger Forst mit Bürgerbeteiligung voranzutreiben und diese mit leistungsfähigen Speichern auszustatten.
Speicher ermöglichen eine flexible Bewirtschaftung und erhöhen die Rendite enorm. Für eine sinnvolle kommunale Energiewirtschaft gibt es großartige Beispiele, wo die Bürger von der erzeugten Energie und dem Überschuss profitieren. Gleichzeitig gilt es, die rechtsverbindlichen Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Dafür
braucht es in unserer Gemeinde noch ernsthafte Anstrengungen.
Außerdem stehe ich für mehr Transparenz der gemeindlichen Entscheidungen den Bürgern gegenüber. Die Arbeit der gewählten Vertreter muss sichtbarer werden, z.B. mit einem Menüpunkt „Gemeinderat“ auf der obersten Ebene der Website. In anderen Gemeinden ist das deutlich besser gelöst. Nur wenn die Arbeit des Gemeinderats sichtbarer wird, werden wir mehr Menschen in unseren Dörfern zum Mitmachen
bewegen.
Das Wichtigste ist ein respektvoller Umgang, Gespräche auf Augenhöhe und im Interesse der Sache. Es geht um das Wohl der Kommune und ein lebenswertes Dorf für alle, die hier wohnen. Familien, Jugendliche, Kinder, Senioren, Unternehmen, Selbstständige, Angestellte, Arme und Reiche sollen sich hier wohlfühlen. Engstirnige Parteipolitik oder Fraktionszwänge stehen dem im Weg und sollten hier keine Rolle spielen.
Mein Vater war Stadtrat in einer Kleinstadt. Seine Haltung und seine unermüdliche Arbeit für die Menschen haben mich schon als Kind geprägt. Ich bin überzeugt, dass wir nur mit Verlässlichkeit, Respekt, einem menschenfreundlichen Umgang, Gerechtigkeit und Chancengleichheit für alle eine lebenswerte Gemeinde gestalten können.
Bei wichtigen Entscheidungen müssen die Bürger sehr früh einbezogen werden. In vielen Gemeinden werden schon Beteiligungsformate praktiziert, die gut ankommen. Viele Köpfe haben viele Ideen, wenn viele intelligente Köpfe versammelt sind, gibt es auch die besseren Ergebnisse.
Große Investitionen müssen transparent sein. Es sollten die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, ob es wichtiger ist, ein Gasthaus zu kaufen oder eine Mehrzweckhalle für alle Vereine zu bauen.
Auch die weitere Entscheidungsfindung sollte transparent ablaufen. Nur Protokolle der Sitzungen im Gemeindeblatt sind aus meiner Sicht zu wenig. Auf der Homepage sind alle Informationen zum Gemeinderat so versteckt, dass man sie kaum findet. Wir könnten in der Gemeinde das Informationsfreiheitsgesetz anwenden und die Bürgerinnen und Bürger viel besser informieren und einbinden.
Präsenz unserer Unternehmen auf der Gemeindewebsite
Es reicht nicht, Bilder von Konzernniederlassungen, die keine Gewerbesteuer zahlen, auf die Website zu stellen, um Wirtschaft als Thema zu benennen. In den Ortsteilen von Brunnthal gibt es viele mittelständische und kleine Betriebe sowie Selbständige. Alle diese Betriebe und Selbstständigen sollten auf der Gemeindewebsite zu finden sein. Warum soll ich z.B. nach München zu einem Steuerberater fahren, wenn eine Steuerberaterin am Ort ist? Wären unsere Unternehmen besser sichtbar, bliebe mehr Geld in der Gemeinde, was sich ja auch auf die Gewerbesteuer auswirkt. Sogenannte Vorzeigemarken wie IKEA, adidas, nike, Metro, McDonalds usw. tragen dazu nichts bei.
Freizeitangebote für Jugendliche
Die Angebote der Vereine sind gut, aber sie bilden nicht alle Bedürfnisse von Jugendlichen ab. Angebote für weibliche Jugendliche fehlen komplett. Aber dazu weiß Magdalena mehr zu sagen.
Echte Bürgerversammlungen
Ich wünsche mir an dieser Stelle ein Format, das hauptsächlich Fragen der Bürger behandelt. Ein zweistündiger Vortrag, bei dem Zwischenfragen nicht zugelassen werden, ist keine Bürgerversammlung. Lebendige Diskussionen schaffen Zusammenhalt. Nur so kann Gemeinschaft entstehen. Derzeit sehe ich uns zu einem Schlafdorf mit Kita- und Schulangebot im Speckgürtel von München verkommen.
Ich werde mich im Gemeinderat dafür einsetzen, dass alles, was ich oben genannt habe, umgesetzt wird. Das sind dann Impulse, die wir als Gemeinderäte vertreten und verbreiten müssen. Gleichzeitig brauchen wir natürlich das Interesse der Bürger. Sicher werden unsere Bürgerinnen und Bürger sich erst daran gewöhnen müssen, dass ihre Mitsprache und Mitarbeit erwünscht ist. Dieser Prozess wird ein Weilchen dauern, aber ich bin Optimist. Das wird werden, und Brunnthal wird lebendiger werden, davon bin ich überzeugt.