Interview mit Magdalena Anderlik

VOLLER EINSATZ FÜR BRUNNTHALS JUGEND

Warum kandidierst Du für den Gemeinderat Brunnthal?

Als gebürtige Brunnthalerin liegt mir die Gemeinde am Herzen. Ich will frischen Wind in den Gemeinderat bringen und mitarbeiten, dass Brunnthal auch in Zukunft lebenswert ist.

Was hast Du Dir konkret vorgenommen?

Ich werde mich stark für die Jugend einsetzen und will Ansprechpartnerin sein für Kinder und Jugendliche jeden Alters. Mein Ziel ist es, dass es wieder einen Jugendtreff gibt. Es braucht dringend einen Ort für junge Leute, wo sie sich treffen können.
Auch wenn die Vereine viele Angebote für die Jugend haben und wichtige Arbeit in diesem Bereich leisten, darf sich die Gemeinde hinter diesem Engagement nicht verstecken.

Was macht aus Deiner Sicht die Arbeit in einem kommunalen Gremium aus?

Im Gemeinderat geht es nicht um politische Grundsatzthemen. Es geht um die Probleme vor Ort, für die die gewählten Räte gemeinsam Lösungen finden sollten. Dafür braucht es aus meiner Sicht eine fraktionsübergreifende Zusammenarbeit und intensiven Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern.

Welche Werte und Überzeugungen sind Dir wichtig?

In Zeiten großer politischer Umbrüche ist es mir wichtig, dass wir in der Gemeinde zusammenhalten. Gleichzeitig sind mir meine sozialdemokratischen Wurzeln wichtig: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Für mich sind das die wichtigsten Leitlinien für unser Miteinander.

Was könnte unser Gemeinderat besser machen?

Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Arbeit des Gemeinderats sichtbarer wird. Da ist noch viel Luft nach oben. Um beispielsweise die Informationen aus dem Gemeinderat auf der Gemeinde-Website zu finden, braucht es viel Hartnäckigkeit. Wenn die Bürgerinnen und Bürger wahrnehmen, dass sich etwas bewegt, kann man sie auch zum Mitmachen motivieren. Das lebendige Vereinsleben in der Gemeinde ersetzt nicht politisches Engagement der Bürger und Bürgerinnen aus allen Gemeindeteilen.

Was vermisst Du als junge Bürgerin der Gemeinde?

Für Menschen ohne Führerschein ist die Anbindung vieler Gemeindeteile an den öffentlichen Nahverkehr nicht ausreichend. Als Gemeinderätin werde ich mich dafür einsetzen, dass wir mit weiteren Konzepten an den MVV herantreten, um diese Situation zu verbessern.
Als aktive Handballerin und Handballtrainerin vermisse ich eine ordentliche Sporthalle. Mit meinen Mannschaften trainiere ich aktuell in Neubiberg. Wir sollten die Pläne für eine Mehrzweckhalle wieder auf die Tagesordnung bringen. Das muss nicht die Luxusversion sein, ein funktionaler Bau, der alle Anforderungen erfüllt, wäre völlig ausreichend. Eine solche Halle hätte auch die Möglichkeit das Sport- und Freizeitangebot in der Gemeinde auszubauen.
Es fehlen Wohnungen für junge Leute. Wer nicht bei den Eltern wohnen bleiben will, findet keine kleine, bedarfsgerechte Wohnung. Es gibt Modelle mit Bauträgern genau für diesen Bedarf. Für diese Art Wohnungsbau, der die Bedürfnisse junger Menschen vor der Familienphase berücksichtigt, werde ich mich im Gemeinderat stark machen.

Wie könnte der Gemeinderat Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen begeistern? Was würdest Du konkret dafür tun?

Ich werde mich als Gemeinderätin dafür einsetzen, dass wir Konferenzen abhalten zu bestimmten Themen und zu Interessen verschiedener Altersgruppen. Der Bürgermeister hat nach 23 Jahren Amtszeit vergangenes Jahr im November zum ersten Mal eine Jugendkonferenz abgehalten. Solche Veranstaltungen müssen regelmäßig und nicht nur unmittelbar vor Wahlen stattfinden. Es ist wichtig, dass wir erfahren, welche Wünsche und Ideen die Bürgerinnen und Bürger für ein modernes, lebenswertes Brunnthal haben.
Ich persönlich werde Jugendsprechstunden abhalten. Auch das Amt einer Jugendbeauftragten halte ich für sinnvoll, um den Anliegen der jungen Leute im Gemeinderat eine Stimme zu geben.